Unser Manifest zur Nachhaltigkeit

Wir machen es konkret und mit guten Argumenten

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2/12/20263 min read

green grass field during sunset
green grass field during sunset

Manifest

Unsere Prinzipien nachhaltiger Kulturarbeit

Seit 2018 bringen wir Musik dorthin, wo Menschen leben. Mit der mobilen Bonsai-Bühne, mit Jazz und Weltmusik, mit einer Haltung, die sich nicht auf Papier erschöpft, sondern in der Praxis bewährt. Was wir tun, folgt Prinzipien. Sie leiten unsere Planung, prägen unsere Durchführung – und machen den Unterschied.

1. Wir kommen zu den Menschen

Kulturorte entstehen dort, wo Menschen sind.
Wir fahren nicht Menschen zu zentralen Spielstätten, sondern bringen die Bühne in die Nachbarschaft – auf Dorfplätze, in Höfe, auf Wiesen, an Mühlräder. Das Publikum kommt zu Fuß, mit dem Fahrrad, aus dem Umkreis.

Wir planen ortsnah. Jede Veranstaltung wird so konzipiert, dass Anfahrtswege für Besuchern minimal bleiben. Kultur gehört in die Fläche, nicht ins Zentrum.

2. Wir arbeiten mit dem, was da ist

Unsere Bühne ist modular, transportabel, wiederverwendbar.
Kein Einwegaufbau. Keine temporären Konstruktionen, die nach einem Einsatz verschrottet werden. Die Bonsai-Bühne besteht aus dauerhaften Materialien und wird seit Jahren in wechselnden Kontexten eingesetzt.

Wir nutzen vorhandene Orte. Keine zusätzlichen Bauten, keine versiegelten Flächen. Wir arbeiten mit dem Raum, wie er ist – und hinterlassen ihn, wie wir ihn vorgefunden haben.

3. Wir erzeugen keinen Müll

Picknick statt Catering.
Wer zu unseren Konzerten kommt, bringt mit, was er oder sie braucht – und nimmt es wieder mit. Es gibt keine Einwegbecher, keine Alu-Schalen, keine Reste, die entsorgt werden müssen.

Wir setzen auf Eigenverantwortung. Diese Haltung wird nicht durchgesetzt, sondern vorgelebt. Unser Erscheinungsbild, unsere Kommunikation, unsere Ästhetik machen klar: Hier entsteht kein Müll, weil niemand welchen produziert.

4. Wir verbrauchen wenig Energie

Keine Generatoren, keine Lichtorgien.
Unsere Technik ist auf das Nötigste reduziert. Solarpanels auf der Bühne liefern Strom für Beschallung und Beleuchtung. Was nicht gebraucht wird, bleibt aus.

Wir planen mit Tageslicht. Viele unserer Konzerte finden am späten Nachmittag oder frühen Abend statt – wenn noch genug natürliches Licht vorhanden ist. Auch das ist eine bewusste Entscheidung.

5. Wir transportieren effizient

Ein Fahrzeug, kluge Routen, Fahrgemeinschaften.
Wir nutzen derzeit ein Dieselfahrzeug – weil es im ländlichen Raum keine elektrische Alternative gibt, die unsere Bühne über längere Strecken ziehen kann. Aber wir kompensieren durch Organisation: Musikern reisen gemeinsam an, Touren werden so geplant, dass Leerfahrten vermieden werden.

Wir sind transparent. Wir beschönigen nichts. Und wir sind bereit, auf elektrische Alternativen umzusteigen, sobald sie technisch verfügbar und in der ländlichen Infrastruktur umsetzbar sind.

6. Wir arbeiten mit einer kleinen, bewussten Crew

Wenige Menschen, große Wirkung.
Unsere Crew ist klein, eingespielt und ökologisch sensibilisiert. Jede:r weiß, worauf es ankommt. Wir brauchen keine Großaufgebote – wir arbeiten präzise, respektvoll und effizient.

Wir kommunizieren offen. Mit Musikern, Veranstaltern, Kooperationspartnern sprechen wir über unsere Prinzipien. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Vorschriften, sondern durch gemeinsames Verständnis.

7. Wir stiften kulturelle Selbstorganisation

Kultur aktiviert, statt nur zu unterhalten.
Unsere Konzerte sind Anlässe für Gemeinschaft. Menschen gestalten mit, laden ein, organisieren Picknicks, entdecken ihre Orte neu. Wir bringen nicht nur Musik – wir bringen Impulse für nachbarschaftliches Handeln.

Wir sind mehr als Veranstalter. Wir sind Katalysatoren für lokale Kulturarbeit. Das, was nach dem Konzert bleibt, ist nicht nur Erinnerung – es ist oft der Beginn von etwas Eigenem.

Warum das wichtig ist

Der Bundesverband Soziokultur hat kürzlich „Ökologische Mindeststandards" veröffentlicht. Ein wichtiges Instrument. Und doch: Mobile, dezentrale Formate wie unseres kommen darin nicht vor. Das Tool denkt in Häusern, Festivals, festen Spielstätten.

Wir arbeiten anders.
Und wir sind überzeugt, dass unser Ansatz zeigt, was möglich ist – auch ohne feste Infrastruktur, auch ohne große Budgets, auch im ländlichen Raum.

Wir sind kein grünes Etikett. Wir sind gelebte Praxis.

Unsere Prinzipien sind nicht verhandelbar. Sie prägen jede Entscheidung – von der Routenplanung bis zur Auswahl der Spielorte, vom Umgang mit Technik bis zur Kommunikation mit dem Publikum.

Das ist unsere Art, Kultur zu machen.
Das ist unser Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Das ist, woran wir uns messen lassen.

Wald- und Wiesen-Konzerte
Bonsai Bühne
Weltverbunden und heimatoffen