Projekte 2026/27 "Kulturelle Blühstreifen"
Ein kurzer Blog zu den neuen Projekten, die in den Jahren 2026 und 27 stattfinden werden.
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2/9/20262 min read


Kulturelle Blühstreifen
Die Kulturellen Blühstreifen sind kein modischer Begriff und keine nachträgliche Reaktion auf aktuelle kulturpolitische Debatten. Sie sind die konsequente Weiterführung einer Arbeit, die wir bereits 2018 begonnen haben – lange bevor Kultur im ländlichen Raum, in Randlagen oder „abseits der Zentren“ zum vielzitierten Thema wurde.
Von Anfang an waren die Wald-und-Wiesen-Konzerte und die mobile Bonsai-Bühne dafür gedacht, Kultur dorthin zu bringen, wo sie strukturell kaum stattfindet: ins Land, in Dörfer, an Orte ohne klassische Infrastruktur. Nicht als Ersatz für bestehende Angebote, sondern als eigenständiger Ansatz. Was heute vielerorts als neue Erkenntnis gehandelt wird, wurde hier über Jahre praktisch erprobt, weiterentwickelt und verfeinert.
Unsere Arbeit hat dabei nie stillgestanden. Jedes Jahr brachte eine Metamorphose mit sich, nicht aus dem Wunsch nach Veränderung um ihrer selbst willen, sondern aus der Auseinandersetzung mit den realen Bedingungen vor Ort. Mit den Menschen, mit den Orten, mit den Möglichkeiten und Grenzen ländlicher Strukturen. Aus Konzerten wurden Begegnungen, aus Veranstaltungen Prozesse, aus punktuellen Aktionen ein langfristiger Dialog.
Die Idee der Kultur in Randlagen war dabei stets zentral. Nicht die Mitte interessierte uns, sondern das Dazwischen. Orte, die man übersieht. Menschen, die sich selbst nicht als Kulturpublikum begreifen. Situationen, in denen Kultur nicht angekündigt wird, sondern plötzlich da ist. Genau hier entfaltet sich das, was wir von Beginn an als Anstiftung zur Kulturarbeit verstanden haben: nicht vorsetzen, sondern ermöglichen; nicht belehren, sondern ermutigen.
Kulturelle Blühstreifen bündeln nun diese Erfahrungen und führen sie bewusst weiter. Der Begriff beschreibt treffend, was wir seit Jahren praktizieren: temporäre kulturelle Setzungen, die Vielfalt ermöglichen, ohne Landschaft oder Gemeinschaft zu überfordern. Kultur wächst hier nicht in großen Formaten, sondern entlang bestehender Wege, angepasst, aufmerksam, im Dialog.
Erstmals wird dieses Arbeiten nun räumlich konzentriert. Hopsten wird zum Hauptschwerpunkt der Kulturellen Blühstreifen. Nicht als Projektionsfläche, sondern als gewachsener Partner. Die Zusammenarbeit mit ländlichen Strukturen und den Menschen vor Ort steht dabei im Mittelpunkt. Kultur entsteht nicht für Hopsten, sondern mit Hopsten.
Die Bonsai-Bühne bleibt dabei das sichtbare Zeichen dieses Ansatzes: mobil, flexibel, offen. Sie passt sich den Orten an, nicht umgekehrt. Sie senkt Schwellen, schafft Nähe und erlaubt Begegnungen, die in klassischen Settings kaum möglich wären. Dass dieser Ansatz funktioniert, hat sich über Jahre gezeigt, im Vertrauen der Beteiligten, in der Resonanz des Publikums, in der Bereitschaft, selbst aktiv zu werden.
Kulturelle Blühstreifen sind damit kein Abschluss, sondern eine weitere Entwicklungsstufe. Sie zeigen, dass der Ansatz der Anstiftung zur Kulturarbeit trägt. Dass Kultur im ländlichen Raum nicht verwaltet, sondern gemeinsam entwickelt werden muss. Und dass das, was heute vielerorts gesucht wird, längst begonnen hat, leise, beharrlich und mit Wirkung.
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