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Projekt

Wald und Wiesen Konzerte

Wald und Wiesen Konzerte ist das mobile Konzertprojekt von Wald und Wiesen Kultur. Sein Mittelpunkt ist die Bonsai-Bühne: eine kleine, sorgfältig gebaute Bühne, die mit wenig Aufwand an Orte kommt, an denen Kultur sonst selten mit eigener Infrastruktur erscheint – in Dörfer, Weiler, Gärten, Parks, an Waldränder, auf Wiesen und Plätze im ländlichen Raum.

Die Idee ist einfach und gerade darin stark. Eine Bühne, einige Stühle, Licht, Ton, ein überschaubarer Aufbau – und plötzlich entsteht ein Ort, der vorher keiner war. Die Bonsai-Bühne bringt eine eigene Gestalt mit. Sie wirkt leicht, beinahe märchenhaft, ohne sich aufzudrängen. Sie gibt der Musik einen Rahmen und dem Publikum einen Anlass, sich zu versammeln. Was sonst viel Technik, große Häuser und lange Vorbereitungen verlangt, wird hier beweglich, nahbar und präzise.

Seit den ersten Konzerten im Jahr 2018 ist aus dieser Idee ein umfangreiches Projekt gewachsen. Bis 2026 sind rund 300 Konzerte entstanden. Hinter dieser Zahl steht keine anonyme Veranstaltungsmaschine, sondern eine Arbeitsweise: aufmerksam, ortsbezogen, verlässlich und getragen von einem großen Netzwerk. Die Wald und Wiesen Konzerte können einzelne Abende ermöglichen, aber auch ganze Reihen, thematische Programme und Kooperationen mit Gemeinden, Vereinen, Höfen, Initiativen und privaten Gastgebern.

Entscheidend ist dabei die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Partnerinnen und Partner kommen mit einem Ort, einer Idee oder einer Frage. Gemeinsam wird geschaut, welches Format passt: ein Jazzkonzert, eine Lesung, ein Nachbarschaftskonzert, ein Programm für einen besonderen Platz oder ein kleines Festivalformat. Die Bühne gibt dieser Zusammenarbeit eine praktische Form. Sie markiert den Ort, sammelt die Aufmerksamkeit und hält den Aufwand so klein, dass Kultur auch dort möglich wird, wo es keine klassische Bühne gibt.

Zu den Wald und Wiesen Konzerten gehört auch eine ökologische Haltung. Die mobile Bühne, der kompakte Aufbau und die flexible Organisation ermöglichen Veranstaltungen mit vergleichsweise geringem Material- und Transportaufwand. Das Projekt arbeitet ressourcenschonend, nutzt vorhandene Orte und schafft Kultur nicht durch Größe, sondern durch Genauigkeit. Dieser nachhaltige Ansatz ist ein wesentlicher Teil der Geschichte und wird an anderer Stelle ausführlicher beschrieben.

Wald und Wiesen Konzerte ist damit mehr als eine Konzertreihe. Es ist eine mobile Infrastruktur, eine künstlerische Praxis und eine verlässliche Form, mit der kleine Orte Kultur aus eigener Nähe heraus erleben können. Die Bühne ist klein, das Projekt dahinter groß: ein Geflecht aus Musik, Organisation, Technik, Vertrauen, Nachbarschaft und der Überzeugung, dass gute Kultur nicht auf große Häuser warten muss.

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